Endometriose

Erfahrungsbericht: Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus Hamburg

15. März 2018

Am 28. Februar 2018 hatte ich einen Termin im Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen. Gerne möchte ich euch hier davon berichten und euch einen ausführlichen Erfahrungsbericht samt aller Tipps geben.

Wieso ich im Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus war:

Im April 2017 war ich bereits im Endometriosezentrum der Ammerland Klinik in Westerstede, da ich aufgrund meiner Endometriose unter starken Schmerzen litt. Mir wurde dort eine OP – sprich eine Bauchspiegelung – empfohlen, in der eine Sanierung stattgefunden hätte, d.h. man hätte mir meine Endometrioseherd am Darm und mögliche weitere Herde entfernt. Doch ich entschied mich gegen die OP. Ich hatte einfach kein gutes Bauchgefühl. Ich habe mich in der Klinik nicht gut aufgehoben gefühlt und hatte Sorge vor den Risiken. Zudem war ich optimistisch, dass wir es auch ohne OP schaffen, dass ich schwanger werde.

Ich gab mir eine Frist bis Jahresende: Sollte ich dann nicht schwanger sein, geh ich die OP an. Doch im Dezember 2017 war ich noch immer keiner OP aufgeschlossen. Ich entschloss mich dazu, meine Ernährung noch radikaler umzustellen und es weitere drei Zyklen zu versuchen. Sollte ich dann weiterhin nicht schwanger sein, war für mich klar, dass ich nochmal einen Termin in einem anderen Endometriosezentrum machen möchte, um mir eine zweite Meinung einzuholen. Natürlich hatte ich auch die Hoffnung, dass ich mich da noch mehr aufgehoben fühle.

In den sozialen Medien und im Endometriose Forum der Europäischen Endometriose Liga hatte ich aufgeschnappt, dass viele mit dem Endometriosezentrum in Hamburg-Altona zufrieden sind. Ich selber wurde 2009 in der Tagesklinik in Altona operiert und man hatte mir anschließend eine weitere OP im Altonaer Krankenhaus empfohlen. Ich googelte somit nach „Endometriosezentrum Hamburg Altona“. Die ersten Ergebnisse waren von der Tagesklinik und das nächste dann vom Albertinen-Krankenhaus. Ich habe in dem Moment überhaupt nicht wahrgenommen, dass das Albertinen-Krankenhaus gar nicht das Krankenhaus in Altona ist. Das Albertinen-Krankenhaus liegt nämlich in Hamburg-Schnelsen.

Naja, ich rief also am 9. Februar im Endometriosezentrum des Albertinen-Krankenhauses für einen Termin an und war richtig überrascht, dass ich einen Terminvorschlag direkt für die kommende Woche bekam. Der Termin war leider nur ungünstig bei mir und ich hatte totale Sorge, dass wenn ich den nicht nehme, dass ich dann Monate lang auf den nächsten Termin warten muss. Lange Wartezeiten sind nämlich bei Endometriosezentren nicht unüblich. Ich fragte also vorsichtig nach, ob ich, wenn ich den Termin nicht nehmen kann, ewig auf den nächsten Termin warten müsste. Und was für eine mega Überraschung, nee, für den 28.02.2018 war auch noch ein Termin frei. Und der war perfekt, da mein Mann an dem Tag Urlaub hatte.

Vorbereitend holte ich mir dann direkt die geforderte Einweisung bei meinem Frauenarzt und heftete alle bisherigen Befunde zu meiner Endometriose in einem Schnellhefter ab. Nun konnte der Tag kommen.

Die Fahrt zum Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus:

Als der 28. Februar dann vor der Tür stand, sind wir extra früh aufgestanden. Mein Termin war zwar erst um 12:30 Uhr und um 12:00 Uhr sollten wir bei der Anmeldung sein, doch es war Schnee für den Tag angesagt. Normalerweise brauch man so 1,5 Stunden von Bremen nach Hamburg. Wir haben nochmal 30 Minuten für Parkplatz suchen und eine Stunde für Verkehr draufgeschlagen und sind somit um 9 Uhr los. Im Endeffekt war die ganze Stecke strahlender Sonnenschein und wir kamen nur in einen kleinen stockenden Verkehr.

Ich sag euch, in Hamburg checkte ich dann erst, dass wir gar nicht nach Altona sondern nach Schnelsen fahren. Ich prüfte sofort, ob ich auch wirklich im Albertinen-Krankenhaus den Termin gemacht habe. Und ja, hatte ich, aber eigentlich wollte ich nach Altona, hups. Mein Mann hat nur mit dem Kopf geschüttelt und sich seinen Teil gedacht, haha. Naja, ich habe dann direkt erst einmal auf der Webseite der Endometriose-Vereinigung Deutschland geschaut, ob die Klinik überhaupt zertifiziert ist. Und ja ist sie. Übrigens die Asklepios Klinik Altona, zu der ich eigentlich wollte, ist nicht zertifiziert. Also unwissentlich wohl alles richtig gemacht.

Trotzdem war ich natürlich etwas unsicher. Ich hatte mich im Vorwege nicht über das Albertinen-Krankenhaus informiert und dazu bisher auch noch nie was gehört. Mich machte dann auch sofort stutzig, dass ich so schnell einen Termin bekommen hatte, das konnte ja nichts Gutes heißen… Doch all die Panik war total unnötig, ich war richtig richtig happy mit dem Endometriosezentrum des Albertinen-Krankenhauses und habe jetzt im Anschluss auch nur Gutes gehört und gelesen!

Eingangshalle des Albertinen-Krankenhauses
Quelle: Albertinen-Diakoniewerk

Mein Termin im Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus:

Nachdem wir direkt einen Parkplatz im Parkhaus des Klinikums gefunden hatten, waren wir dann um 10:45 bei der Anmeldung – dezent zu früh. Aber da man dort eine Nummer ziehen muss, dachten wir, das machen wir lieber schon einmal. Vor mir waren jedoch nur drei Leute, sodass wir ca. 15 Minuten maximal gewartet haben. Bei der Aufnahme gab ich meine Einweisung ab und meine Krankenkassenkarte wurde eingelesen. Da ich über meinen Mann familienversichert bin, hat die Dame von ihm nur noch Name, Geburtstag und Adresse abgefragt. Und dann ging es auch schon mit ein paar Unterlagen hoch in den 1. Stock zum Endometriosezentrum der Gynäkologie. Übrigens ist das Krankenhaus im Eingangsbereich echt beeindruckend offen, hell und freundlich. Ist offenbar ein neuer Vorbau – sehr schick.

Mit dem Fahrstuhl ging es in den 1. Stock und mittels der guten Wegbeschreibung der Kollegin an der Anmeldung haben wir es direkt gefunden. Auch wenn mein Mann eigentlich wo anders lang wollte. Bei uns habe definitiv ich den besseren Orientierungssinn. Im Warteraum vor dem Sekretariat saß nur eine Frau. Offenbar sind die da, was Termine und Wartezeiten angeht, echt gut organisiert. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Ammerland Klinik zurück, wo wir stundenlang gewartet haben und fast verdurstet sind. Diesmal hatten wir extra eine große Flasche Wasser dabei, man lernt ja dazu. Hätten wir aber nicht gebraucht, es gab einen sehr hochwertigen Wasserspender.

Im Sekretariat hat man mich total herzlich empfangen und da ich ja deutlich zu früh war, wurde uns angeboten in die Cafeteria zu gehen, sollte ich früher dran kommen können, würden sie mich anrufen. Was für ein Service! Das hat mich echt beeindruckt. Ich bekam noch ein Klemmbrett mit einem Patientenfragebogen sowie einer freiwilligen Befragung zu meinem Sexualleben mit und dann ging es auch schon direkt in die Cafeteria. Es war kurz vor 11:30 Uhr und somit kurz vorm Mittagessen. Da ich mal wieder nicht wirklich viel gefrühstückt hatte, holten wir uns was zu essen. Das Essen war so typisch Kantinenessen, aber vollkommen ok.

Wartezimmer des Endometriosezentrums im Albertinen-Krankenhaus
Quelle: Albertinen-Diakoniewerk

Meine Untersuchung im Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus:

Um 12:15 waren wir dann wieder oben und ich meldete mich im Sekretariat zurück. Hier wurden dann direkt auch nochmal meine Befunde durchkopiert. Noch einmal kurz ins Wartezimmer gesetzt und um Punkt 12:30 Uhr rief uns die Ärztin freundlich auf. Nach einer kurzen Begrüßung setzten wir uns an ihren Schreibtisch und ich berichtete erstmal, warum ich da bin und welche Beschwerden ich habe. Die Ärztin ging dabei auch noch einmal auf meine Vorberichte ein. Ich fühlte mich direkt verstanden und hatte den Eindruck, dass die Ärztin sind bereits gut in meine Befunde eingelesen hatte. Was mir sehr imponierte, dass sie sagte, dass man schauen muss, ob eine OP wirklich notwendig ist. Zu oft hatte ich bei Chirurgen den Eindruck, dass sie definitiv operieren wollen, um Kasse zu machen.

Im Anschluss an das Gespräch folgte die Untersuchung. Ich machte mich unten rum frei und setzte mich auf einen sehr modernwirkenden gynäkologischen Untersuchungsstuhl. Zu Beginn tastete die Ärztin die Scheide ab. Hier traf sie direkt meinen aktuell schlimmsten Schmerzpunkt, den ich bisher als eine Verwachsung zwischen Scheide und Darm annahm. Ich krallte mich schmerzerfüllt in den Untersuchungsstuhl und quietschte glaube ich auch etwas auf. Und schon war sie mit dem vaginalen Abtasten auch schon fertig.

Als nächstes kündigte sie an, dass sie nun auch gerne anal abtasten möchte. Ich dachte nur, ja klar, kann nur besser werden. Aber nix da. Ich hätte mir einen Beißkeil gewünscht. Sie tastete einen Endometrioseherd von der Scheide am Darm entlang bis zum Steißbein. Ich fing vor Schmerzen richtig an zu schwitzen. Während des abtasten hatte ich den Eindruck, dass sie richtig geschockt war. Anschließend sagte sie auch richtig mitleidig, dass sie total verstehen kann, dass ich so starke Schmerzen habe. Auf ein so tolles Verständnis trifft man mit Endometriose ja leider selten.

Als dritte Untersuchung machte sie noch einen vaginalen Ultraschall. Normalerweise tut der echt nicht weh, aber durch meinen Endometrioseherd war auch das keine angenehme Untersuchung. Sie machte denke ich so 20 Bilder und entdeckte über den Ultraschall nur noch eine funktionelle Zyste. Da ich meinen Eisprung erwartete, war das wohl diese Zyste, also nichts Dramatisches sondern was Gutes. Abschließend wurde noch ein Ultraschall von den Nieren gemacht. Hierfür zog ich mich wieder an und machte im Stehen den Rücken frei. Überprüft wurde hierbei ein Nierenstau, der bei Endometriose gerne mal vorkommen kann. Das war aber bei mir alles in Ordnung. Tschakka.

Nun ging es wieder zurück an ihren Schreibtisch und sie sagte direkt, sie würde mir dringend eine OP nahe legen, da sie Sorge hat, dass mein Endometrioseherd um den Darm herum wächst, diesen dann zuschnürt und ich dadurch einen Darmverschluss bekommen. Ich hinterfragte noch einmal alle ihre Untersuchungen und sie beschrieb mir nochmal meinen Endometrioseherd. Dieser ist bereits tief in meine Scheide infiltriert, so dass man in bereits von innen „sehen“ kann. Von dort wächst er an der rechten Seite meines Enddarms entlang bis zum Steißbein. Und sollte er nun anfangen um meinen Darm herum zu wachsen, kann es aufgrund eines Darmverschluss gefährlich werden und zu einer Not-OP kommen.

Ich war echt geschockt. Ich hatte zwar erwartet, dass mir eine OP empfohlen wir, aber nicht, dass es so kritisch ist. Da ich eh bereits auf eine OP eingestellt war, machte ich direkt einen OP Termin aus. Frühester Termin wäre Mitte Mai gewesen. Da ich aber Anfang Juni im Urlaub bin, wo ich auch mit meinem Mann unseren ersten Hochzeitstag feiere, wollte ich unbedingt einen Termin nach unserem Urlaub. So wurde es nun Anfang Juli, da nach meinem Urlaub der Chefarzt im Urlaub ist und den hätte meine Ärztin, die wohlbemerkt Oberärztin ist, bei meiner OP gerne als Backup im Haus. Auch das hat mir ein gutes Gefühl gegeben, dass meine Ärztin da nicht überheblich ist. Aber auch krass, dass meine OP offenbar echt nicht so easy ist.

Fun Fact: Die Ärztin meinte das meine OP immer dienstags stattfinden kann, was so klang, als ob die dort nur dienstags operieren. Mein Mann hat daraufhin erstmal kritisch nachgefragt, wie viele Operationen die denn so im Jahr machen. Da kam richtig durch, dass wir noch so unsicher waren, ob das wirklich ein gutes Endometriosezentrum ist, da wir ja keine Kritiken oder Erfahrungsberichte kannten. Die Ärztin klärte uns aber direkt auf, dass dienstags immer die Endometriose OPs stattfinden, wo noch die „normalen“ Chirurgen mit dabei sein müssen, so wie es bei mir wegen der Darmbeteiligung ist. An allen anderen Tagen finden die weiteren Endometrioseoperationen statt.

Was für die Operation vorbereitend wichtig ist:

Zur idealen Vorbereitung der OP sollte ich sofort beginnen die Visanne zu nehmen. Die Visanne ist ein Medikament zur Behandlung von Endometriose. Nimmt man die Visanne durch, unterdrückt man damit, wie wenn man die Pille durchnimmt, die Monatsblutung. Dies bewirkt, dass die Endometrioseherde nicht weiter wachsen und eintrocknen. Der Wirkstoff heißt Dienogest und dieser ist u.a. auch in der Antibabypille Maxim enthalten, welche ich von 2009 bis 2016 durchgenommen habe. Viele vertragen die Visanne nicht. Ich bin aber sehr optimistisch, da ich ja auch die Maxim vertragen habe.

Zusätzlich habe ich im April noch einmal eine Darmspiegelung sowie einen Enddarmultraschall, damit die Chirurgen wissen, wie genau das da bei mir grad alles aussieht und ob man ggf. sogar bereits den Endometrioseherd am Darm von innen sehen kann. Diesen Termin habe ich auch direkt dort in der Klinik gemacht.

Und Ende Mai habe ich die detaillierten OP Aufklärungsgespräche mit der Gynäkologie und den allgemeinen Chirurgen. Hier werden auch nochmal im Detail die Risiken besprochen. Soviel ich schon weiß, kann es sein, dass wir ein Stück Darm entfernt werden muss. Sollte dies so sein, könnte es auch sein, dass ich einen künstlichen Darmausgang bekomme. Das ist aber eher selten. Zudem kann es sein, dass meine Nerven, die die Blasen- und Darmentleerung steuern, gereizt werden können und ich im Anschluss an die OP hier einige Zeit Probleme mit haben könnte. Da ich aber eh seit Monaten Probleme mit der Blasen- und Darmentleerung habe, mache ich mir da gar nicht so die Sorgen.

Was nach der Operation auf mich wartet:

Nach der Operation steht erst einmal drei Monate Wundheilung an. In dieser Zeit soll ich die Visanne weiternehmen und ich darf kein Geschlechtsverkehr haben. Na danach kann ich ja nur schwanger werden, wenn wir drei Monate nicht dürfen, hihi. Zusätzlich steht mir nach der OP eine Reha-Maßnahme zu. Den Antrag hierfür stellt die Klinik nach der OP mit mir zusammen.

Trotz der hohen Wahrscheinlichkeit, dass es nach der Operation zu einer Spontanschwangerschaft kommt, wollen wir uns auch nochmal mit der Kinderwunschklinik hier in Bremen austauschen. Ich brauche einfach ein Plan für danach und der Arzt in der Kinderwunschklinik riet uns letztes Jahr auch zu der OP und dazu es danach eine Zeit lang spontan, sprich auf natürlichem Wege, zu versuchen und erst dann die künstliche Befruchtung anzugehen. Diesen Zeitplan würde ich aber gerne direkt mit der Kinderwunschklinik absprechen, damit ich nicht noch mehr Zeit verliere.

Ich weiß ich werde dieses Jahr erst 35 Jahre alt und der Arzt in der Kinderwunschklinik ist, bis ich 37 bin, total entspannt, aber man sagt ja eigentlich, dass man sein erstes Kind vor 35 bekommen sollte. Und die Risiken werden ja auch immer größer. Und eigentlich wollte ich immer drei Kinder… Tja, so Pläne sind manchmal echt nicht gut. Das habe ich mir mit Mitte 20 so schön ausgemalt, dass ich mit ca. 30 Jahren heirate, und dann mit 31, 33 und 35 meine drei Kinder abfrühstücke. Naja und dann kam natürlich alles anders. Zwar habe ich mit knapp 29 Jahren geheiratet, ich trennte mich aber noch nicht mal ein halbes Jahr später von meinem Ex.

Meinen jetzigen Mann lernte ich zufällig während der Scheidungsphase mit knapp 30 Jahren kennen und hin ist der Plan mit dem 1. Kind mit 31 Jahren, man will es ja auch nichts überstürzen. Doch die Uhr ticke und ticke und ticke. Und nun mit 34 Jahren, wo ich total glücklich erneut verheiratet bin, grätscht mir diese sch… Endometriose dazwischen, die von 2009 bis 2016 unter der Pille keinen Mucks von sich gegeben hat. Aber nun genug geheult. Hier geht es ja eigentlich um einen Erfahrungsbericht zum Endometriosezentrum des Albertinen-Krankenhauses.

Weitere wertvolle Tipps die wir bekommen haben:

Nachdem der OP Termin gemacht war und wir alles dazu besprochen hatten, legte mir die Ärztin noch ans Herz, dass ich aufhören soll meine Schmerzen zu ertragen. Durch das Zulassen der Schmerzen würde ein Schmerzgedächnis entstehen und dies kann dazu führen, dass aus mehreren Monaten akuter Schmerzen irgendwann chronische Schmerzen werden. Sie hat mir empfohlen Ibuprofen als Dauermedikation zu nehmen. Das heißt täglich mehrmals am Tag über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel nehmen. In meinem Fall also bis zur OP, außer ich werde durch die Visanne schmerzfrei, dann kann ich damit natürlich vorher aufhören. Ich haben mir also von meinem Frauenarzt nicht nur die Visanne verschreiben lassen, sondern auch gleich eine 50er Packung Ibuprofen 600, von denen ich jetzt drei Mal am Tag eine nehme. Und ich kann euch schon verraten, es geht mir damit echt besser.

Sollte ich noch unter dieser Dauermedikation mit Ibuprofen Schmerzen haben, soll ich mit Novalgintropfen die Dosis erhöhen. Aktuell habe ich zwar noch leichte Schmerzen, eher wie ein ziepen, aber ich nehme bewusste grad keine Novalgintropfen on top. Hintergrund ist, dass ich mich in der zweiten Zyklushälfte meines dritten Zyklus in 2018 befinde und wird diesen noch abwarten wollen, ob ich vielleicht doch endlich schwanger bin. Und Novalgintropfen können zu einem sofortigen Abbruch führen. Also sicher ist sicher und so ein bisschen ziepen ist auch nicht der Rede wert. Sobald ich meine Tage bekomme und die höllischen Schmerzen beginnen, werde ich darauf aber definitiv zurückgreifen – in voller Hoffnung, dass ich dann kein Opiat brauche. Vielleicht hilft mir dabei auch direkt die Visanne, die ich dann beginnen werde.

Zusätzlich zu den Schmerzmitteln hat die Ärztin mir des Weiteren die Nahrungsergänzungsmittel Magnesium, Omega 3 und Grüntee Extrakt empfohlen. Hier soll es gute Studien geben, die aufzeigen, dass diese Präparate die Endometriosebeschwerden verbessern. Magnesium und Omega 3 nahm ich auch bereits. Die Wirkung vom Magnesium merke ich auch richtig. Habe dadurch deutlich weniger Krämpfe und es hilft auch gegen die starken Verstopfungen, da zu viel Magnesium abführend wirkt. Vom Omega 3 habe ich bisher nichts so richtig gemerkt. Die Ärztin bestätigte mir aber, dass Omega 3 eher im Verborgenen wirkt. Somit nehme ich dieses nun doch wieder regelmäßig täglich ein. Mit Grüntee Extrakt hatte ich bisher noch keine Erfahrungen gemacht. Die Ärztin meinte nur, ich solle drauf achten das höchstdosierteste zu nehmen und es in einer Onlineapotheke zu kaufen, da es dort günstiger ist.

Mein Gefühl nach dem Termin im Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus:

Ich bin mit einem richtig guten Gefühl aus der Klinik raus und war auch froh, dass ich endlich offen für eine OP bin und auch direkt einen Termin gemacht habe. Trotzdem hatte ich ein großes Bedürfnis nach Erfahrungsberichten von anderen. Somit fragte ich erst einmal direkt meine Community bei Instagram, ob wer von den ganzen Endosisters bereits dort war. Ich bekam richtig schnell positive Erfahrungsberichte, was mich so sehr beruhigte. Auch eine Freundin schickte mir direkt eine Sprachnachricht bei WhatsApp und erzählte mir, dass ihr Vater dort eine Darm-OP hatte und alles super war. Bis heute habe ich tatsächlich noch nichts Negatives über das Albertinen-Krankenhaus gehört. Ich habe aber auch nicht bewusst danach gesucht.

Gerne schreibe ich euch auch einen Erfahrungsbericht zum Krankenhausaufenthalt im Juli, wenn ihr da Interesse dran habt. Super freuen würde ich mich auch, wenn ihr mir eure positiven Erfahrungen mit diesem oder anderen Endometriosezentren in den Kommentaren hinterlassen. Damit helfen wir sicher vielen anderen Leserinnen. Fragen könnt ihr mir dort natürlich auch gerne stellen. Oder ihr schreibt mir eine Nachricht über mein Kontaktformular oder bei Instagram.

Ich hoffe euch hat der Erfahrungsbericht gefallen.

Liebe Grüße

Eure Chrissi

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